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Tradition

Der „Volkstanz- und Trachtengruppe Rübezahl Hamburg e.V.“ liegt eine Gründung im Jahre 1929 im Schlesierverein Rübezahl von 1910 zugrunde. Die in Hamburg lebenden Schlesier entschlossen sich, aus der reichhaltigen Trachtenlandschaft Schlesiens eine historische Tracht anzuschaffen. Die Wahl fiel auf die farbenfrohe Tracht des Riesengebirges im Kreis Hirschberg. Gleichzeitig wurde die Sagengestalt des Riesengebirges, der Herr der Berge -Berggeist Rübezahl-, als Namensgeber der Trachtengruppe auserkoren.

Unzählige Auftritte absolvierte die Gruppe unter der Führung ihres Trachtenschulzen Eckhard Stief in seiner erfolgreichen Amtszeit. Nach 22-jähriger Arbeit zum Wohle der schlesischen Kultur übergab Eckhard Stief den Schulzenstab an Friedrich-Wilhelm Preuß weiter, der seitdem der Gruppe vorsteht. Bemerkenswert ist, daß für alle bisherigen Trachtenschulzen die Wiegen im Kreis Hirschberg im Riesengebirge standen.

Inzwischen haben sich die knapp 50 Mitglieder der Gruppe angeschlossen. Da die Volkstanz- und Trachtengruppe sich als Familiengruppe sieht, besteht die Bandbreite der Mitglieder vom Kleinkind aus der Kinderkarre bis hin zum 80-jährigen Nichttänzer. Alle dokumentieren als Trachtenträger ihre Zugehörigkeit zur aktiven Gruppe.

Das erklärte Ziel der Gruppe ist nach wie vor, mit viel Spaß einen Beitrag zur Brauchtumspflege zu leisten und die Erinnerung des ostdeutschen Kulturgutes wachzuhalten. Seit 70 Jahren tragen Mitglieder der Trachtengruppe die schlesischen Riesengebirgstrachten, die von den  Trachtenträgern nach historischem Vorbild selbst geschneidert werden. Immer wieder beweisen die weiblichen Gruppenmitglieder durch eigenes Nähen und Sticken ihr Talent in der Kunst der Trachtenherstellung. Die Brokathauben mit ihren Goldspitzen, Pailletten und Schleifen, die die Frauentrachten so wertvoll machen, sind reine Handarbeit, ebenso wie die kostbare Hirschberger Weißstickerei, eine der sieben seltensten Stickarten Europas, auf Schürzen und Schultertüchern.

Bei ihren Tänzen legt die Gruppe besonderen Wert auf die alten schlesischen Volkstänze, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Aber auch die Tänze aus anderen Regionen Deutschlands und Europas gehören zu ihrem Repertoire. Ständig werden weiter neue Volkstänze mit viel Freude einstudiert.

Diese Vielseitigkeit liegt sicherlich auch darin begründet, daß die Gruppe seit 1973 regelmäßig an den Europeaden teilnimmt und den Zusatz „Gruppe der Europeade“ tragen darf. Bei den bisherigen Europeaden hat die Gruppe viele Freundschaften geknüpft und internationale Kontakte aufgebaut.

Das Gruppenleben beschränkt sich aber nicht nur auf das Üben und Aufführen von Tänzen. Soweit der Terminkalender es zuläßt, kommt auch das Feiern nicht zu kurz. Daneben werden Ausflüge mit Besichtigungen, Seminare, Tanzwochenenden und andere Aktivitäten im Vereinsleben angeboten. Zum Übungstanzen trifft man sich regelmäßig in der Pausenhalle des Emil-Krause-Gymnasiums, Krausestraße in Hamburg, Nebeneingang Lothringerstr., Montags von 20.00 - 22.00 Uhr. Interessierte können sich aber auch an Friedrich-Wilhelm Preuß, in Elmshorn, Tel: 041 21 / 91 584 wenden.

Friedrich-Wilhelm Preuß - Michael Ferber


  Kontakt | Impressum | Letzte Aktualisierung: 19.02.2009