Geschichte Schlesien
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In diese Zeit fällt der Dreißigjährige
Krieg, in dem Schlesien sehr verwüstet wurde
und einen großen Teil seiner Bevölkerung
verlor. Am Beginn aber stand die Reformation.
Sie setzte sich erstaunlich schnell in ganz Schlesien
– bis auf die schwach besiedelten Waldgebiete
rechts der Oder in Oberschlesien durch. Begünstigt
wurde dies durch die damaligen habsburgischen
Herrscher, die von dem damals geltenden Recht
„cuius regio, eius religio“ (der Gebietsherr
bestimmt die Religion seiner Untertanen) keinen
Gebrauch machten und durch die Gleichgültigkeit
der Breslauer Bischöfe. Mit dem Beginn des
Dreißigjährigen Krieges, der die schlesischen
Fürsten auf Seiten der Gegner des habsburgischen
Landesherren sah, änderte sich dies.
Es begann die sogenannte Gegenreformation. In
einem großen Teil von Oberschlesien wurde
die Bevölkerung wieder katholisch, der überwiegend
evangelisch bleibende Teil der niederschlesischen
Bevölkerung hatte sehr zu leiden. Trotz der
Not des Dreißigjährigen Krieges und
der religiösen Bedrückung war die Habsburger-Zeit
die Blütezeit der schlesischen Dichtkunst
(Martin Opitz, Andreas Gryphius, Angelus Silesius,
Jakob Böhme) und auch – hier auf katholischer
Seite – der Baukunst. Auch Anfänge
der Industrialisierung sind festzustellen. Die
Amtssprache und die Sprache des Adels, soweit
sie tschechisch gewesen waren, werden wieder deutsch.

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